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Fortsetzung folgt ... Kinderyoga in der Praxis

Autorenbild: Janet Daglioglu
Janet Daglioglu
6. Okt.
3 Min. Lesezeit

Warum aus Katze, Löwe, Baum und Schmetterling kleine Yoga-Abenteuer entstehen können


Kinderyoga muss für kleine Kinder weder kompliziert noch perfekt sein. Gerade im Alter von etwa zwei bis drei Jahren entsteht Yoga vor allem durch Bewegung, Fantasie, Wiederholung und gemeinsames Erleben. Eine Haltung wird nicht lange erklärt - sie wird Teil einer Geschichte. So wird aus einer einfachen Bewegung plötzlich eine Katze, ein mutiger Löwe, ein großer Baum oder ein flatternder Schmetterling.



Yoga wird zur Mitmachgeschichte


Statt einzelne Übungen nacheinander abzuarbeiten, können die Kinder auf eine kleine Fantasiereise gehen. Wir schleichen wie Katzen durch den Dschungel, werden groß und mutig wie ein Löwe, stehen wie ein Baum im Wind und lassen am Ende unsere Schmetterlingsflügel ganz ruhig werden. Die Kinder dürfen Geräusche machen, Bewegungen verändern, eigene Tiere erfinden und die Geschichte mitgestalten. So verbinden sich Bewegung, Sprache, Vorstellungskraft und Freude am gemeinsamen Tun.

1

Katze

Auf allen Vieren den Rücken rund und wieder lang werden lassen. Die Katze kann schleichen, sich strecken oder leise miauen.

2

Löwe

Groß und mutig werden, den Mund öffnen und kräftig ausatmen. So können Kinder spielerisch ihre Stimme und ihren Ausdruck entdecken.

3

Baum

Aufrecht stehen und die Arme wie Äste wachsen lassen. Wer mag, hebt kurz ein Bein an. Festhalten ist natürlich erlaubt.

4

Schmetterling

Groß und mutig werden, den Mund öffnen und kräftig ausatmen. So können Kinder spielerisch ihre Stimme und ihren Ausdruck entdecken.



Ein kleines Beispiel: Unsere Reise durch den Dschungel


Wir starten ganz leise. Vor uns entdecken wir eine Katze, die sich nach dem Schlaf genüsslich streckt. Ein Stück weiter hören wir ein lautes Brüllen: Ein Löwe zeigt uns, wie mutig er ist. Dann kommen wir zu einem großen Baum. Seine Wurzeln stehen fest auf der Erde, während seine Äste sich im Wind bewegen. Zum Schluss finden wir auf einer Wiese viele Schmetterlinge. Wir setzen uns hin, bewegen unsere Flügel und lassen das Abenteuer langsam ausklingen. Aus wenigen Übungen entsteht so eine kleine Welt, in der die Kinder nicht nur zuschauen, sondern selbst Teil der Geschichte werden.



Weniger ist bei den Kleinsten oft mehr


Bei zwei- bis dreijährigen Kindern sind kurze, lebendige und flexible Einheiten besonders passend. Manche Kinder machen eine Bewegung nur wenige Sekunden mit, beobachten erst einmal oder steigen zwischendurch aus. Auch das gehört dazu. Kinderyoga soll keinen Leistungsdruck erzeugen. Entscheidend ist, dass Bewegung, Ruhe und Fantasie positiv erlebt werden.



Was die Kinder dabei spielerisch erfahren können


Bewegungsfreude und Körperwahrnehmung: unterschiedliche Positionen und Bewegungsrichtungen erleben. Gleichgewicht und Koordination: beim Baum, Schleichen oder Flattern ausprobieren und üben. Sprache und Fantasie: Tiere, Geräusche und Geschichten geben den Bewegungen Bedeutung. Selbstwirksamkeit und Partizipation: eigene Ideen einbringen und die Geschichte mitgestalten. Ruhe und Achtsamkeit: lauschen, bewusst atmen und kleine Ruheinseln kennenlernen.


Mir ist dabei besonders wichtig: Im Kinderyoga geht es nicht darum, dass eine Haltung perfekt aussieht. Die Übungen werden altersgerecht angeboten, freiwillig mitgemacht und an die Tagesform der Kinder angepasst. So wird Yoga zu einem spielerischen Erfahrungsraum, in dem jedes Kind in seinem eigenen Tempo entdecken darf.



Eine kleine Idee für zu Hause


Auch Eltern können daraus ein kleines Ritual machen: Das Kind darf ein Tier auswählen, gemeinsam wird die passende Bewegung erfunden und daraus entsteht eine Mini-Geschichte. Schon wenige Minuten reichen aus. Besonders schön ist ein ruhiger Abschluss - zum Beispiel gemeinsam sitzen, die Hände auf den Bauch legen und für einige Atemzüge spüren, wie sich der Bauch hebt und senkt.



Kinderyoga in der Praxis


Fortsetzung folgt...

Im nächsten Teil kann es darum gehen, wie Atemspiele, kleine Achtsamkeitsmomente und Entspannung kindgerecht in den Alltag integriert werden können.



Glückskinder bei Wurzel und Wiese - Kindertagespflege

Kinder beim spielerischen Kinderyoga mit Katze, Löwe, Baum und Schmetterling

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